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02.02.2017 09:49 Alter: 1 year
Kategorie: News

Die Zahl der Einsätze soll drastisch reduziert werden


Der neue Stadtbrandmeister sieht angesichts von mehr als 400 Einsätzen im vergangenen Jahr erheblichen Handlungsbedarf.

Sage und schreibe 421 Einsätze hat die Abteilung Kernstadt der Crailsheimer Feuerwehr im vergangenen Jahr absolviert. Das sind 177 mehr als 2015. Die Konsequenz aus der Steigerung ist für den neuen Stadtbrandmeister Armin Klingenbeck klar: „Wir stehen an der Grenze unserer Leistungsfähigkeit.“ Deshalb will er rasch Konsequenzen ziehen. Auf der Hauptversammlung der Kernstadt-Abteilung kündigte er am Montag an, dass Aufgaben, die nicht zum originären Auftrag der Feuerwehr gehören, abgegeben werden.

„Ich habe Franken ja nicht verlassen, ich habe nur das Bundesland gewechselt.“
- Stadtbrandmeister Klingenbeck zu seinem Wechsel von Ansbach nach Crailsheim

Klingenbeck denkt insbesondere an die hohe Zahl der Feuersicherheitswachen bei Veranstaltungen in der Stadt. Da sei ein gewisser Wildwuchs eingetreten. Bei den meisten Veranstaltungen, die bisher von der Feuerwehr bedient werden, sei eine solche Wache gar nicht nötig. Ein Dorn im Auge ist Klingenbeck auch die hohe Zahl der Fehlalarme. Mehr als 100-mal haben Meldeanlagen im vergangenen Jahr angeschlagen. Dabei fällt auf, dass es nur eine Handvoll Anlagen sind, die durch ständiges Auslösen die Crailsheimer Wehr Tag und Nacht auf Trab halten. Auch dieses Problem will der seit vergangenen Sommer amtierende Stadtbrandmeister energisch angehen.

Das ist ganz im Sinne von Abteilungskommandant Jochen ­Ekert, der auf die hohe Belastung der Aktiven verwies. „Mitglied der Feuerwehr zu sein, heißt mittlerweile, einen Zweitberuf zu haben“, führte er aus. Dieses Engagement der Feuerwehrmänner und -frauen würdigte Erster Bürgermeister Harald Rilk mit einem „Danke!“ im Namen des Gemeinderates, der Stadtverwaltung und der Bürgerschaft. Es sei beruhigend zu wissen, dass eine leistungsfähige Feuerwehr in der Stadt ist.

Auch der kürzlich vom Gemeinderat abgesegnete Feuerwehr-Bedarfsplan für die nächsten Jahre war Thema auf der Hauptversammlung. Stadtbrandmeister Klingenbeck freute sich, dass der Gutachter den in Crailsheim eingeschlagenen Weg der Dezentralität für gut befindet. Auch Abteilungskommandant ­Ekert hob die Bedeutung der Stadtteilwehren hervor. Sie würden die Abteilung Kernstadt spürbar entlasten, insbesondere nachts und an Wochenenden.

Allerdings hat dieser „Crailsheimer Weg“ auch einen Preis: Die Gerätehäuser in den Stadtteilen müssen modernisiert, oder wie im Fall Onolzheim, neu gebaut werden. Auch die Feuerwache 2 im Konversionsgebiet soll aufgewertet werden. Dort werden künftig alle Hauptamtlichen der Wehr konzentriert. So werden sie in die Lage versetzt, Kleineinsätze allein absolvieren zu können. Auch diese Maßnahme trägt erheblich zur Entlastung der Ehrenamtlichen bei, hoffen Ekert und Klingenbeck. Dass der neue Stadtbrandmeister zur Crailsheimer Feuerwehr passt, unterstrich Kommandant Ekert: „Er ist aus unserer Mitte nicht mehr wegzudenken.“ Der aus Ansbach gekommene Klingenbeck fühlt sich in Crailsheim offensichtlich wohl und bedankte sich bei den Feuerwehrleuten für die „freundliche Aufnahme“.

 

Quelle: Hohenloher Tagblatt



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