Die Abteilung Spezialrettung stellt sich vor

Persönliche Schutzausrüstung PSA

Bilder PSA 1-6

Die PSA eines jeden Spezialretters beinhaltet:

  • Schutzhelm mit aufgesetzter Beleuchtung so wie mit optionalem Visir (PETZL)
  • Schutzbrille mit blendfreien, so wie abgedunkelten Gläsern (HILTI)          
  • flammhemmender Overall mit Funktionstaschen (ISOTEMP)
  • Feuerwehr Sicherheitsstiefel (HAIX / ROSENBAUER)
  • Sitz / Arbeitsgurt (PETZL)
  • diverse Seilstücke für spezielle Anwendungen
  • diverse Hardware (Express, ID, Rocker, Stufenschlinge, Tiblock,...)
  • Tasche zum Transport der Ausrüstung (BORNACK)

Der Sitz / Arbeitsgurt Petzl NAVAHO® BOD CROLL FAST

Durch den Sitz / Arbeitsgurt mit der integrierten CROLL (Seilklemme) wird dem Retter absolute Sicherheit am Seil vermittelt. Integrierte CROLL-Seilklemme ist für den Aufstieg am Seil gedacht. Die brust- und rückseitigen Auffangösen dienen zum Anbringen eines Auffangsystems und halten den Retter im Fall eines Sturzes in der richtigen Position. Die zentrale und die zwei seitlichen Halteösen ermöglichen verschiedene Konfigurationen bei der Arbeitsplatzpositionierung. Die Beinschlaufen sind mit "FAST-Schnallen" zum schnellen und einfachen Öffnen und Schließen ausgestattet. Der Gurt kann an- und ausgezogen werden ohne ,dass alle Schnallen neu eingestellt werden müssen. Ausreichende Materialösen ermöglichen zudem das Transportieren von Ausrüstung am Gurt. 

Das persönliche Material

Beispiele Material 1-6

Das Material eines jeden Retters, ist persönlich zugeordnet und für jeden direkt am Gurt griffbereit.

  • 1 PETZL ID (Abseil und Sicherungsgerät)
  • diverse Karabiner (OK, William, AM´D)
  • 1 PETZL TIBLOCK (Seilklemme)
  • 1 Stufenschlinge
  • 1 PETZL SPELEGYCA (Y-Schlinge)
  • 2 Bandschlingen
  • 1 PETZL ASCENSION (Handsteigklemme)
  • 1 PETZL FIXE (Seilrolle)
  • 1 ISC ROCKER (mitlaufendes Auffanggerät)
  • 2 PETZL SPIRIT (Expresschlingen)

spezielle Rettungstragen / Rettungsgeräte

Bild 1 von 4

Spineboard (1)

  • Ähnlich wie bei der Schaufeltrage wird das Spineboard unter den Patienten geschoben oder dieser darauf gehoben. Des Weiteren kann der Patient mit mehreren Helfern achsengerecht gedreht werden, damit das Spineboard hinter seinem Rücken positioniert werden kann. Eine weitere Anwendung ist das schonende Retten aus PKWs. Nach Entfernen des Autodaches wird das Board zwischen Patienten und Sitz geschoben und der Patient dann mit mehreren Helfern achsengerecht auf das Brett gezogen. Auch bieten sich Spineboards auf Grund der zahlreichen Griffmöglichkeiten zur Rettung von Personen aus unwegsamem Gelände an.

Schleifkorbtrage (3)

  • Diese dient der sicheren und patientengerechten Rettung von Personen aus unwegsamen Gelände, engen oder unzugänglichen Gebäuden. Der Patient kann in die Trage hinein gelegt werden und wird dann festgegurtet. Am Seitenrand bietet diese Form der Krankentrage viele Ösen für Haltegurte, Sicherungsseile und Haltgriffe zum Tragen. Die Schleifkorbtrage kann eingesetzt werden, um beispielsweise Böschungen zu überwinden. Dies ist mit einer normalen Krankentrage nur schwer möglich. Die Schleifkorbtrage hingegen kann von mehreren Personen getragen und gesichert werden. So wird eine patientengerechte Rettung unterstützt.

Schaufeltrage (5)

  • Zum Aufnehmen („Aufschaufeln“) eines Patienten wird die Schaufeltrage in ihre beiden Teile getrennt und diese vorsichtig von beiden Seiten unter den Patienten geschoben, möglichst ohne ihn anzuheben oder sonst zu bewegen. Dann werden die beiden Hälften wieder mit Verschlüssen fixiert, der Patient mit Gurten fixiert, und der Patient liegt auf einer stabilen Unterlage. Die Schaufeltrage wird meist in Kombination mit einer Vakuummatratze verwendet.

Bergrettungstrage Barella (Bild 2)

  • Die Kong Rettungstrage "Barella" wurde in Zusammenarbeit mit den Rettungsorganisationen und Ärzten entwickelt. Sie besteht aus einer Rohrrahmen Aluminiumkonstruktion an der, der Rettungssack befestigt wird. Die Trage kann sehr klein zerlegt werden und in einem Rucksack transportiert werden. Die Trage lässt sich in 3 bis 5 Minuten zusammenbauen und zeichnet sich durch ihr kleines Packmaß aus.

Schwerlasttrage (Bild 3)

  • Sie dient zur Rettung adipöser (schwergewichtiger) Personen. Diese Korbtrage besteht aus einem Stahl- bzw. Titanrahmen und einer netzartigen Kunststoffbespannung. Die Liegefläche ist so geformt, dass sie dem Patienten Schutz, Sicherheit und Komfort während des Rettungsvorganges bietet. Eine Vielzahl von Griffaussparungen ermöglicht eine einfache Handhabung. Die Korbtrage zeichnet sich besonders durch ihre teils sehr hohe Belastbarkeit, bei geringem Eigengewicht aus. Sie hat eine Liegefläche von 81cm und kann mit bis zu 1100 KG belastet werden. Momentan bietet im Umkreis nur die BF Stuttgart und das DRK Mainhardt diese Trage an.

Pytagor / Rettungsdreieck (Bild 4)

  • Das Rettungsdreieck ist quasi ein Rettungsgurt, der an nahezu jede Person angepasst werden kann. Sollte eine Person aus einer misslichen Lage gerettet werden müssen, bietet das Pytagor die Möglichkeit Personen mit leichten Verletzungen im Sitzen zu retten.

Spezielles Material

Bild 1 - 23

Big Shot (Wurfbeutelschleuder)

  • Der Bigshot ist eine Wurfbeutelschleuder, mit deren Hilfe man Wurfbeutel bis zu 40m in Baumkronen oder über Dächer schleudern kann. Mit der an dem Wurfbeutel befestigten Wurfleine, können anschließend Seile hochgezogen werden.

Pytagor (Rettungsdreieck)

  • Dieses Rettungsdreieck ist dazu gedacht um Personen mit Hilfe dieses provisorischen Gurts aus ihrer misslichen Lage zu befreien.

Flaschenzugsysteme

  • Die SRHT verfügt über 2 verschiedene Flaschnzugsysteme. Ein vollwertiger Flaschenzug mit einer Nutzlast von 2,2t und einer Rettungshöhe von 35m, so wie einem
  • Notfall-Rettungsflschenzug mit einer Nutzlast von 250Kg und einer Rettungshöhe von 2m

Seile

  • 4 Statikseile á 130m
  • 2 Dynamikseile á 60m
  • Safeline 20m

Hardware für verschiedenste Aufbauvarianten

  • GRIGRI, GRILLON, RESCUCENTER,Gerüststeighaken, Abseilachter, Riggingplatten, Kantenschutz, Seilrollen, Bandschlingen, Schwerlastbänder,...,...

Rettungstechniken

Wie unten aufgeführt gibt es auch in der Höhenrettung / Spezialrettung diverse Rettungstechniken. Je nach Situation und Verletzung des Patienten muss hier Risiko und Nutzen abgewogen werden. Die Geschwindigkeit muss immer in Relation stehen um möglichst patientengerecht in der jeweiligen Einsatzsituation vorzugehen. Eine "Crashrettung" bei der, der Patient so schnell wie möglich aus dem Gefahrenbereich geholt wird, ist immer die letzte Wahl, da in diesem Fall weitere Verletzungen in Kauf genommen werden müssen. Das Wohl des Patienten und die eigene Sicherheit stehen jedoch stets an Erster Stelle.

Liegend / Tragenrettung

Liegendrettung

Eine Liegendrettung kommt immer dann in Frage, wenn der Patient bereits bewusstlos ist oder die Verletzungen eine Rettung im Gurt bzw. im Sitzen nicht mehr möglich sind. Der Aufwand hierzu ist zwar enorm, jedoch kann eine solche Rettung durch viele Übungen und verschiedenste Szenarien gut trainiert werden. Bei dieser Form der Rettung ist eine pausenlose medizinische Überwachung des Patienten zu jeder Zeit gewährleistet, da der Retter direkt mit der Trage und somit mit dem Patienten verbunden ist. Im Zweifel kann auch ein Notarzt parallel mit abgeseilt werden um beim Abseilen bzw. Aufseilen über lange Strecken jederzeit medizinisch eingreifen zu können. Eine medizinische Grundausbildung ist für jeden Spezialretter Plicht um ebenso fachmännisch unterstützen zu können.

Adipösen-Rettung (Schwergewichtig)

Die Adipösen-Rettung -Rettung von schwergewichtigen Personen- kommt heut zu Tage immer mehr zu tragen. Durch die ungesunde Ernährung und durch die Gesellschaft werden die Menschen im Durchschnitt immer vollleibiger. Hier stößt der gewöhnliche Rettungsdienst immer öfter an seine Grenzen. Durch die Unterstützung mit Know-How und dem richtigen Equipment kann die Spezialrettung diese Lücke schließen. Ob die Rettung in solchen Fällen über das Treppenhaus oder über eine Liegendrettung außerhalb vom Gebäude abgewickelt wird, hängt ganz von den örtlichen Gegebenheiten ab. In jedem Fall ist höchste Diskretion gefragt um eine würdevolle Rettung und den anschließenden Transport zu gewährleisten. Rein aus Sicht des Materials ist die Spezialrettung Crailsheim bestens für solche Fälle ausgerüstet. Lediglich die Schwerlasttrage müsste hierzu aus Mainhardt bzw. Stuttgart zur Einsatzstelle herangezogen werden.

Pick - Off - Rettung

Pick-Off-Rettung bedeutet so viel wie "Das Pflücken" eines Patienten aus einem vorhandenem System. Hierzu gehört Beispielsweise die Rettung einer Person aus einem Steigschutz eines Gittermasten, die Rettung aus einem anderen Seilsystem z.B. für Fasadenarbeiten oder die Rettung eines verunfallten Arbeiters aus seiner eigenen PSA*.

*PSA bedeutet: persönliche Schutzausrüstung oder auch System zum Schutz bei Absturtz.

Schrägseilbahn

Mittels einer Schrägseibahn können verletzte Personen von einem höher gelegenen Punkt aus zu einem Anschlagpunkt am Boden evakuiert werden. Dieses System kommt meist bei Windkraftanlagen, Gittermasten oder hohen Gebäuden zum Einsatz. Der Transport des Patienten kann mit dieser Variante im Liegen als auch im Sitzen durchgeführt werden.

Kootenay Carriage

Bild 1-2

Die Kootenay Carriage ist eine spezielle Form der Seilbahn. Diese wird oftmals genutzt über Schluchten und schwer zugänglichem Terrain. Hierbei wird der Patient zusammen mit dem Retter an einem waagrecht gespannten System von links nach rechts befördert. Durch eine weitere Seilstrecke ist es an jedem beliebigen Punk möglich die Personen abzulassen bzw. eine Person im System aufzunehmen. Diese Variante ist zwar hochkomplex in ihrem Aufbau jedoch ist man sehr flexibel und kann somit ein großes Gebiet überbrücken.

Anschlagtechniken

Anschlagtechniken zum Erstellen eines Fixpunktes sind das A und O einer Rettung. Die Wahl des Anschlagpunktes muss immer mit einem Mehrfachen an Sicherheit ausgestattet sein um immer einen Schritt voraus zu sein. Alle Systeme in der Spezialrettung müssen auf Redundanz* ausgelegt sein um hierdurch nochmals ein Plus an Sicherheit zu gewährleisten.

*Redundanz =(lat. redundare „überlaufen, im Überfluss vorhanden sein“)      Geräte und Anlagentechnik: Hier steht Redundanz für das Vorhandensein funktional gleicher oder vergleichbarer Ressourcen eines technischen Systems, wenn diese bei einem störungsfreien Betrieb im Normalfall nicht benötigt werden

Anschlagpunkt "UNTEN" + "OBEN"

Als Anschlagpunkt "OBEN" / "UNTEN" wird in der Spezialrettung jeweils der Punkt bezeichnet an dem mehrere Seilstrecken zusammen laufen, an denen Seilstrecken umgeleitet oder an denen Seilstrecken gesteuert werden. Hiervon kann je nach Situation auch abgewichen werden. Dies hängt wie immer, von der gegebenen, örtliche Situation ab.

Hängetrauma / orthostatischer Schock

Beim bewegungslosen Hängen im Gurt besteht die Gefahr von gesundheitlichen Schäden bis hin zum Tod, dies gilt insbesondere bei Bewusstlosigkeit.
Das Hängetrauma kommt zustande, wenn bei längerem bewegungslosen Hängen in einem Gurt der Blutrückstrom aus den Beinen behindert wird, da der Gurt die Beine abdrückt.
Aufgrund von Bewegungslosigkeit fehlt außerdem die Funktion der sogenannten Muskelpumpe*, wodurch eine große Menge des Blutes in den Beinen versackt. Dies führt zu einem Kreislaufschock, weshalb man das Hängetrauma auch als orthostatischen Schock bezeichnet.

PDF - Hängetrauma

PDF - Medizinische Aspekte Erste Hilfe bei Hängetrauma nach DGUV

*Als Muskelpumpe wird die Unterstützung des Blutkreislaufs durch die Bewegungen der Muskeln bezeichnet. Durch das An- und Entspannen der Muskeln bei der Bewegung werden die in der Tiefe der Muskeln verlaufen- den Venen immer wieder komprimiert, was zu einem verbesserten Rückfluss des Blutes führt.

Große Kreisstadt Crailsheim

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74564 Crailsheim
Telefon: 07951/403-0
Fax: 07951/403-400

Freiwillige Feuerwehr Crailsheim

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D-74564 Crailsheim

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Feuerwache 2
Im Fliegerhorst 9
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