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04.02.2019 18:41 Alter: 49 days
Kategorie: News

Alleskönner sind Tag und Nacht im Einsatz


Crailsheim / Andreas Harthan 06.02.2019

Jochen Ekert bleibt Kommandant der Abteilung Kernstadt, die im Durchschnitt fünf Mal pro Woche ausrücken muss. Bürgermeister Jörg Steuler verspricht Unterstützung.

Eigentlich, so Crailsheims neuer Bürgermeister Jörg Steuler, passe der Name Feuerwehr gar nicht mehr richtig, sei die Wehr heutzutage doch eine „universelle Eingreiftruppe“, die nicht nur kommt, wenn’s brennt, sondern immer dann, wenn Menschen in Not oder gar Gefahr sind. Jochen Ekert, wiedergewählter Kommandant der Abteilung Kernstadt der Crailsheimer Feuerwehr, belegte das am Montag bei der Hauptversammlung in der Feuerwache in der Gartenstraße mit Zahlen. 50 Mal wurden die Männer und Frauen zu Bränden gerufen, 85 Mal war technische Hilfeleistung (von Tierrettung bis schwerem Verkehrsunfall) erforderlich, und sechsmal ging es um Gefahrgut. Dazu kommen 109 Fehlalarme. Macht zusammen 250 Einsätze im Jahr. Das sind zwar weniger als im Jahr zuvor (284), aber im Jahresdurchschnitt immer noch knapp fünf pro Woche.

Das ist nach wie vor eine hohe Belastung, hob Ekert am Montagabend hervor. Das sieht auch Stadtbrandmeister Armin Klingenbeck so und kündigte an, seine Bemühungen um eine Verringerung der Fehlalarme unvermindert fortzusetzen. Über erste Erfolge kann er sich freuen, aber es sind eben immer noch mehr als 100 solcher Einsätze. Die nerven die Aktiven ganz gewaltig, weil sie einerseits, wenn sie in einer Nacht zum dritten Mal zur gleichen Adresse gerufen werden, davon ausgehen können, dass sie wieder umsonst ausgerückt sind, sie andererseits aber nie ganz sicher sein können, ob dieses Mal nicht doch der Ernstfall eingetreten ist. Das zehrt an den Nerven.

Mehr Brandmelder

Wenn noch böswillige Alarme hinzukommen – 2018 waren es sechs – dann werden die Aktiven, die ohnehin Mühe haben, Arbeit, Familie und Feuerwehr unter einen Hut zu bekommen, stinkig. Derzeit gibt es laut Klingenbeck rund 100 Brandmeldeanlagen in der Stadt, und er rechnet mit jeweils zehn weiteren pro Jahr. Die Wehr hat also größtes Interesse daran, dass diese Anlagen nur anschlagen, wenn tatsächlich Gefahr im Verzug ist.

Mehr Einsätze

Von steigenden Einsatzzahlen geht Klingenbeck bei der Überlandhilfe aus. Crailsheim hat eine Stützpunktwehr, die immer dann angefordert wird, wenn die Wehren in der Umgebung Unterstützung brauchen. Etwa durch die neue Drehleiter aus Crailsheim, die im vergangenen Jahr in Dienst gestellt worden ist und die zu den modernsten in Europa gehört.

Unterstützung versprochen

Bei seinem ersten Auftritt bei der Feuerwehr versicherte Crailsheims neuer Bürgermeister Jörg Steuler, dass er die Wehr „uneingeschränkt unterstützt“. Er konstatierte, dass die Aktiven gut ausgebildet sind, fügte aber die Frage hinzu, ob die Wehr auch gut ausgestattet sei. Die Antwort gab er im Beisein etlicher Stadträte selbst: „Nur teilweise“. Steuler bezeichnete es als wichtig, dass nun der Feuerwehrbedarfsplan aus dem Jahr 2016, der Investitionen in Millionenhöhe vorsieht, konsequent umgesetzt wird.

Aktive Jugendwehr

Viel Lob gab’s für die Crailsheimer Jugendfeuerwehr, die größte im Landkreis. Vor deren Engagement könne er nur den Hut ziehen, betonte Kommandant Ekert. Auch Stadtbrandmeister Klingenbeck bedankte sich beim scheidenden Jugendwart für die Abteilung Kernstadt, Alexander Kröper, und zeigte sich zuversichtlich, dass seine Nachfolger Fritz Butz und Jonas Bolze die erfolgreiche Arbeit fortführen können.

 

Quelle: Hohenloher Tagblatt



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